1562

Der hl. Petrus Canisius gründet als Provinzial der Oberdeutschen Provinz SJ auf Wunsch und mit Unterstützung Kaiser Ferdinands I. das Jesuitenkolleg mit Gymnasium in Innsbruck.

1619

Der Bau einer Kirche wird begonnen, doch stürzt der Rohbau 1626 ein.

1627

Nach neuem Bauplan wird die Kirche, größer als zuvor und von der Straße abgesetzt, errichtet, gefördert durch den Landesfürsten von Tirol, Erzherzog Leopold V., und seine Gemahlin Claudia von Medici, die in der Krypta bestattet sind.

1633

Der Rohbau der Kirche ist fast vollendet; die Fassadentürme werden erst viel später (1900/01) ergänzt.

1640

Der erste Gottesdienst kann hier gefeiert werden, aber die Inneneinrichtung ist erst 1646 soweit, dass die Kirche konsekriert werden kann.

1754

Die Kirche wird restauriert und der große Aufbau des Hochaltars hergestellt.

1773

Die Gesellschaft Jesu wird aufgehoben, Jesuitenkolleg samt Kirche geht in Staatsbesitz ber. Die Kirche wird zur Universitätskirche erklärt.

1838

Nach Wiederzulassung der Gesellschaft Jesu (1814) kehren Jesuiten nach Innsbruck zurück. Ihnen wird 1839 die Betreuung der Universitätskirche übertragen; sie beginnen Universitätspredigten zu halten.

1901

Nach alten Plänen werden die bisher fehlenden Fassadentürme hergestellt und mit neuen Glocken ausgestattet, die aber 1916 dem Ersten Weltkrieg zum Opfer fallen.

1939

Das Jesuitenkolleg wird von der NS-Herrschaft am 12. Oktober beschlagnahmt und enteignet, die Jesuiten werden vertrieben. Die Kirche wird weiter von Diözesanpriestern betreut.

1943

Beim ersten Bombenangriff auf Innsbruck am 15. Dezember wird die Kirche von einer Sprengbombe getroffen, Kuppel, Apsis und Hochaltar werden völlig zerstört, alles Übrige schwer beschädigt. Der Kirchenbau hält stand, gleicht aber einer Ruine.

1945

Nach Kriegsende kommen Bemühungen, die Kirche wieder herzustellen, erst langsam voran. Schließlich kann die Kirche völlig wiederhergestellt werden. An die Stelle des zerstörten Hochaltars wird der viel kleinere Ignatiusaltar aus einer Seitenkapelle eingesetzt.

1953

Die Kirche wird am 26. April durch Bischof Paulus Rusch neu eingeweiht und für den Gottesdienst geöffnet.

1959

Die neue Orgel wird hergestellt und die große „Schützenglocke" (9.200 kg) zum 150-jährigen Gedenken an den Tiroler Freiheitskampf von den Tiroler Schützen gestiftet.

1990

Die Kirche wird außen restauriert, die Kuppel neu mit Kupfer gedeckt.

2003

Schon lange war eine gründliche Innenrestaurierung der Kirche (nach 50 Jahren) erforderlich und in Verhandlungen vorbereitet. Endlich wird sie nach Ostern 2003 in Angriff genommen, die Arbeiten gehen bis Oktober 2004.

2004

Freitag, 1. Oktober, 19.00 Uhr wird die Kirche in einem festlichen Gottesdienst mit Bischof Manfred Scheuer und in Anwesenheit vieler Festgäste eröffnet. - Von neuem: Zur größeren Ehre Gottes!

Adresse

Karl-Rahner-Platz 2
A-6020 Innsbruck
Österreich
+43 512 5346-0
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Freitag der 4. Woche der Fastenzeit
Fr., 31. 3. 2017
07.30 Uhr: Eucharistiefeier in der Krypta (mit P. Peter Fritzer SJ)
18.00 Uhr: Aussprache / Beichte …

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