Im Zentrum der Stadt gelegen ist die Jesuitenkirche/Universitätskirche zur hl. Dreifaltigkeit seit vier Jahrhunderten ein Ort der Begegnung und der Kontemplation. Die frühbarocke Architektur dieser „kleinen Schwester" des stilbildenden Salzburger Doms schafft eine unverwechselbare Raumatmosphäre mit idealen Bedingungen für die sakrale Musik vieler Epochen. Durch die seelsorgerische Betreuung des Jesuitenordens und die angestammte Nähe zur Theologischen Fakultät entsteht immer wieder der Wunsch, Spiritualität mit Kunst und wissenschaftlicher Reflexion in Korrespondenz zu bringen und damit ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, aus dem aktive wie passive Teilhabende gleichermaßen schöpfen können.

 

Einen Schwerpunkt unseres Musikprogramms bildet die sogenannte „Alte Musik" vor 1750. Dabei sollen besonders Vokal- und Instrumentalkompositionen für unsere Kirche oder für den benachbarten Innsbrucker Hof, der mit seinen engen Verbindungen nach Italien einst als musikalische Brücke über die Alpen auftrat, zunehmende Aufmerksamkeit erfahren. Die zur Bauzeit der Kirche als besonders „en vogue" wahrgenomene mehrchörige Musik der venezianischen Tradition ist durch die elf Emporen unseres „KlangRaums" besonders authentisch darstellbar. Immer wieder neue Kostbarkeiten lassen sich auch aus dem reichen Fundus an jesuitischer Musik entdecken, etwa Musik der Komponisten Tomás Luis de Victoria, Antonio de Cabézon, Giacomo Carissimi, Hanß Caspar Kerll, Domenico Zipoli oder Marc-Antoine Charpentier. Seit einigen Jahren kommen sowohl das Kantaten- als auch das Orgelwerk Johann Sebastian Bachs in sogenannten Kantatengottesdiensten zur Aufführung.
Gemäß den Weisungen des II. Vatikanums erfährt auch der gregorianische Choral regelmäßige Pflege. Neben klassischer, romantischer und moderner Kirchenmusik wird auch ausdrücklich zeitgenössische Kirchenmusik, ebenfalls im Sinne des II. Vatikanums, gefördert.

 

Neben der feierlichen Gestaltung der Gottesdienste gehört zum musikalischen Profil der Jesuitenkirche auch die musikalische Unterstützung verschiedener Veranstaltungen aus dem Umkreis der Katholisch-Theologischen Fakultät, sowie die Zusammenarbeit mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, dem Ensemble für zeitgenössische Musik „Windkraft", oder dem Tiroler Sängerbund, außerdem die Musik zu zahlreichen Sondergottesdiensten, etwa des Landes Tirol, des Tiroler Schützenbundes, der Jungbauern und vieler mehr.

 

Ein wichtiges Ziel der Musik an der Jesuitenkirche ist die inhaltliche Verbindung und Verschränkung musikalisch-künstlerischer mit inhaltlich-theologischer Reflexion. Diese wird vornehmlich in der feierlichen musikalischen Gestaltung der Liturgie gesucht, soll jedoch auch in Formen der Verbindung von Seelsorge, Theologie und Kunst, sowie in Konzerten angestrebt werden. Im „Zusammenklang" mit dem Kirchenraum kann es gelingen, Atmosphären zu schaffen, aus denen die Menschen schöpfen können.

 

Die Mitglieder der gottesdienstlichen Gemeinde an der Jesuitenkirche, die Studierenden der Katholisch-Theologischen Fakultät und Menschen, die an der Entwicklung einer Form der Seelsorge interessiert sind, welche Kunst, wissenschaftliche Reflexion und Frömmigkeit verbindet und dementsprechend Liturgie feiert, seelsorgliche Begegnungen fördert und so „den ganz konkreten Menschen der Gegenwart in die Kirche bringt", sind eingeladen dem Verein beizutreten.
Den Flyer des Vereins mit entsprechenden Informationen finden Sie hier als PDF-Datei (Größe der Datei 3MB).

Wir freuen uns über Ihre Anliegen, Anregungen und Anfragen:
klangraum@jesuitenkirche-innsbruck.at

Adresse

Karl-Rahner-Platz 2
A-6020 Innsbruck
Österreich
+43 512 5346-0
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