Meine Hoffnung und meine Freude
Meine Stärke, mein Licht
Christus meine Zuversicht
Auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht
Auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht
In einer Passionssituation ist Frustration eine Besucherin. Manchmal gibt es keine bessere Option zu umarmen: weiterzugehen führt nach Golgatha; zurückzukehren führt zum Sheol. Spontan kommen die Fragen: Was soll ich tun? Was kann mir helfen? Aber vielleicht ist es wichtiger zu fragen: Wer kann mir helfen? Und plötzlich sind Lesung (Dan 13,1-62) und Psalm (Ps 23) von heute heilsam.
Ja! In ihrem Passionserlebnis seufzt Susanna: „Ich bin bedrängt von allen Seiten: Wenn ich es tue, so droht mir der Tod; tue ich es aber nicht, so werde ich euch nicht entrinnen." (Dan 13,22) Dann findet sie einen Weg und betet: „Ewiger Gott, du kennst auch das Verborgene; du weißt alles, noch bevor es geschieht." (Dan 13,42) Und der Psalmist fügt hinzu: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen... Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir." (Ps 23, 1.4)
Wer sagt, dass Gott sich nicht bewusst ist, was momentan in der Welt geschieht? Wer sagt, dass Gott nichts tut? Hab' Vertrauen und sei stark. Wie eine Kerzenflamme im Wind, verschwindet die Flamme der Krankheit und des Todes. Glaube an Gott!
Stephen Eyeowa SJ, Jesuitenkolleg Innsbruck
Bild: Christus, meine Zuversicht - Ausschnitt aus dem Altarblatt der Ignatiuskapelle.