Tagesimpuls aus der Jesuitenkirche

von Sylvia Astner, Ostermontag, 13. April 2020

Symbol

Maria von Magdala war zum Grab Jesu gekommen. Sie wollte um ihn trauern und sich von ihm verabschieden. Immerhin hatte sie ihn in den letzten Jahren begleitet und ihn bei seinen Missionen unterstützt. Sogar bei seinem Kreuzestod war sie ihm nicht von der Seite gewichen. Jetzt musste sie jedoch feststellen, dass sein Leichnam verschwunden war. Sie begann zu weinen und suchte überall verzweifelt nach ihm. Doch plötzlich erschien ihr Jesus. Er lebte! Und da begann sie zu begreifen, dass er sie niemals verlassen würde und ihm selbst der Tod nichts anhaben konnte. Sie wurde von Glück überströmt und trug ihre Erfahrung in die Welt hinaus: „Ich habe den Herrn gesehen!"

Manchmal geht es mir auch so. Da bin ich traurig und suche nach etwas – oft weiß ich gar nicht genau, wonach. Immer wieder spüre ich dann die Gegenwart Gottes und das erfüllt all meine Sehnsüchte. Und genau das ist die Botschaft von Ostern: Gott lässt uns niemals allein. Nicht einmal sein Tod, an den wir uns am Freitag erinnert haben, konnte uns von ihm trennen. Gelegentlich dürfen wir seine Gegenwart spüren. Aber auch in all jenen Momenten, in denen wir sie nicht spüren, dürfen wir gewiss sein, dass er alle Tage bei uns ist, bis zum Ende der Welt.

Maria von Magdala durfte dies auf einmalige Weise erfahren. Als erste erfuhr sie von der Auferstehung Jesu und von seiner nie enden wollenden Zuwendung zu den Menschen. Und diese Botschaft trug sie an die Jüngerinnen und Jünger weiter, was sie zur Apostolin der Apostel machte. Jedes Mal, wenn ich die Maria-von-Magdala-Glocke der Jesuitenkirche höre, denke ich an sie. Ich bin ihr dankbar für ihr Zeugnis und halte sie auch in der heutigen Zeit noch für ein großes Vorbild.

Sylvia Astner, Studentin der Theologie an der Universität Innsbruck

Bild: Die Maria-Magdalena-Glocke in der Jesuitenkirche. Mehr Informationen zu den Glocken unserer Kirche finden Sie hier.

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