Katharina von Siena, Kirchenlehrerin und Patronin Europas
Aus dem Evangelium nach Matthäus (11,28-30)
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
Schon bevor Jesus selbst stirbt und aufersteht höre ich in den Heilungsberichten von seiner konkreten Zusage an uns: steh´ auf zum LEBEN - aus Lähmung, Blindheit, Taubheit, Tod!
Zuvor aber das bange Sterben. Ich versuche dem, was Beziehung und Liebe verhindert, meinen Ängsten, den vermeintlichen Bedrohungen ins Auge zu sehen und suche Halt. Ins Joch der göttlichen Liebe eingespannt, wage ich den verhärteten Acker meines Lebens aufzubrechen.
„Dein Glaube hat dir geholfen!" Erneut wachsen die Liebesgebote aus dunklen Furchen dem Licht entgegen: „Du sollst den Herrn deinen Gott über alles lieben und den Nächsten wie dich selbst!". Immer wieder kann ich im Laufe meines Lebens Zeugin/Zeuge der Auferstehung werden, in den Kreislauf von „sterben, wachsen, leben/lieben" einwilligen.
Katharina von Siena (14. Jh.), Patronin und Weggefährtin der kfb, bezeugte ihre Liebe zu Gott in der von Pest und kirchenpolitischen Wirren geprägten Zeit auf außergewöhnlich mutige Weise.
Wie wagt es jede/r von uns - immer wieder - das LIEBEN zu leben?
Verena Zebisch, Lektorin und Kommunionhelferin in der Jesuitenkirche
Bild: Am Herz-Jesu-Altar befindet sich der Hinweis auf das heutige Evangelium.