Wer mit Sterben und Tod zu tun hat, weiß, wie wichtig Behutsamkeit, Mitgefühl und Zurückhaltung sind. Besser wenig reden und nur da sein. Das gilt bei jungen und alten Menschen, und auch beim Suizid. Beim Sterben sind immer viele betroffen. Angehörige, Freunde, Pflegende. Die Sterbenden wissen das und sind oft voller Sorge um die anderen.

Zurückhaltung braucht es auch, wenn es um neue Gesetze zur Sterbehilfe geht. Die liberalen Regeln in den Niederlanden sind attraktiv und passen zu unserem Lebensgefühl. Wir entscheiden selbst, wann und wie wir sterben. Das ist ein Modell für die Reichen und Gesunden. Letztlich ist es ein neoliberales Projekt: Wertvoll ist, wer leistungsfähig und ein guter Konsument ist. Den Alten und Kranken wird klargemacht: Sie belasten die anderen, auch ökonomisch.

Darum meine ich, dass die Tötung auf Verlangen und die Beihilfe zum Suizid nicht erlaubt werden sollen. Wenn wir als Gesellschaft die Tötung von Kranken erlauben, dann wird das ein Geschäftsmodell. Und im Gesundheitswesen wird es nur ums Einsparen hoher Kosten gehen. Was wir brauchen, ist Solidarität mit den Kranken und Sterbenden. Eine gute Palliativversorgung. Gute Hospize. Das Wort von Kardinal Franz König gilt: "Menschen sollen an der Hand eines anderen Menschen sterben und nicht durch die Hand eines anderen Menschen."

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