Palmsonntag, Pforte in die Kar- und Ostertage

Predigt zum Nachlesen von P. Bernhard Heindl SJ

Symbol

Liebe Schwestern und Brüder!

Der Palmsonntag: liturgisches Eintrittsportal, Pforte in die Kar- und Ostertage. Heute treten wir gemeinsam ein, in das größte, das wichtigste Fest unseres Glaubens. Wie schön, dass wir es wieder gemeinsam feiern können!

Und doch, es liegt Müdigkeit in der Luft:
1. Es liegt Müdigkeit in der Luft: Corona, die beständige Unsicherheit, die lästigen Masken, Corona, ein Thema, das allein über die Länge erschöpft, das zudem immer noch spaltet, Meinungsverschiedenheiten und Streit hervorruft.
2. Es liegt Müdigkeit in der Luft: Ein Krieg so nahe, das ist bedrohlich und ernüchternd zugleich, weil er unseren Glauben an die Zivilisation, an einen Fortschritt von Menschlichkeit erschüttert. Wir glaubten uns in Europa diesbezüglich weiter!

Müdigkeit liegt in der Luft und die Sehnsucht nach etwas, das Kraft gibt!
Gottesdienste, Kraftorte: Ein gemeinsames Tun, nach festgelegter, überlieferter, heiliger Ordnung. Rituale wollen und können Kraft geben.
Rituale leben davon, dass wir nicht jeden Schritt dieses gemeinsamen Tuns neu erfinden, sondern uns gemeinsam auf Bekanntes, Vertrautes einlassen, es auf uns wirken lassen.
Rituale, vielleicht spüren wir im unmittelbaren Vollzug nichts und doch haben sie eine Nachwirkung auf unser Inneres. Vielleicht wirkt manche Form spröde auf uns und doch, ich glaube daran: Unsere Seele kann den Nährwert dieser Feiern erfassen, aufnehmen, speichern.

Die Kar- und Ostertage, sie sind Schwarzbrotspiritualität für mich: Wir vollziehen, feiern Grundsätzliches, Grundwahrheiten unseres Glaubens und da kann, aber da muss sich keine neue Erkenntnis in uns Bahn brechen, da kann, aber da muss nichts unmittelbar Spürbares vom Himmel fallen!
Schwarzbrotspiritualität: Diese Feiern sind nachhaltiger als das unmittelbare Verkosten, sie haben einen längeren Nährwert in einer Tiefenschicht, die uns nicht immer bewusst, nicht immer zugänglich ist.

Die Kar- und Ostertage, gemeinsam feiern, ein Zusammensein im Glauben, das unserer Seele Nahrung gibt.
Ich wünsche Ihnen im gemeinsamen Feiern, im gemeinsamen Hören, Sprechen, Singen ... Augenblicke, die Sie berühren.
Ich wünsche Ihnen im gemeinsamen Hören der Schrift, Worte und Gedanken, die Sie bewegen, die Ihnen gut tun!
Und doch: Die Nachhaltigkeit dieser Feiern ist über den Augenblick hinaus erhaben und verbürgt! Seit Jahrhunderten ziehen Menschen daraus Kraft.
Stellen wir uns voll Zuversicht in die Tradition unseres Glaubens, treten wir ein - erwartungsvoll und demütig zugleich - in die Gemeinschaft der Glaubenden auf der ganzen Welt, die Gott eine Wirkung, eine nachhaltige Wirkung für ihr Leben zutrauen. - Amen.

 

P. Bernhard Heindl SJ


Bild: Bernhard Heindl SJ

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